#notiTSen aus Berlin (5/2017)


Mein Wochenrückblick vom 04.12.-09.12.2017

MONTAGfrüh nach Düsseldorf. Mit NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) im Franz-Jürgens-Berufskolleg. Meine Rede vor 170 Gästen: „Deutschland ist MINT-Land.“ Danach zeichnen wir 120 MINT-freundliche Schulen aus, darunter 21 Digitale Schulen. Zum Stichwort DigitaleSchule: Das ist mehr als Tablets im Unterricht. Dazu gehört auch die digitale Kommunikation mit Eltern, Unterrichtskonzepte und -material in Kollegiums-Cloud, individualisierte Hausaufgaben und Lernplattformen. Tausche mich intensiv mit Schuldirektor Manfred Uchtmann aus: Wie lange dauert es, bis neue Konzepte wie Industrie 4.0 in Berufschulen ankommen, teure Infrastruktur finanziert/gefördert ist und Lehrer dafür qualifiziert sind (und zwar, ohne dass der Unterricht ausfällt)? Wenige Leuchtturmschulen vernebeln den Blick auf böse Realität der vielen übrigen. Gerade Berufsschulen sind die Stiefkinder der Bildungspolitik. Diesen Gap bei High-Tech und Geschwindigkeit müssen wir rasch überwinden. Hochschulen haben bereits ihre Exzellenzinitiative. Die Berufliche Bildung aber ist blank. Habe deshalb mit meinem Team ein Konzept zur Exzellenzinitiative 'BeruflicheBildung' erarbeitet. Zeit wird’s! Industrie 4.0 und Digitalisierung sind seit 2012 in aller Munde: Jetzt ist bald 2018! Abends Rückflug nach München.

DIENSTAG mit dem Zug nach Schwandorf in der Oberpfalz – auf freundliche Einladung meines umtriebigen Parteifreunds Stefan Potschaski. Berufliches Schulzentrum mit 200 Schülern und rund 20 Lehrern des Verbands der Lehrer an beruflichen Schulen in Bayern (VLB). Ich spreche über Digitalisierung im Mittelstand und, sehr persönlich, über Zukunftsperspektiven junger Menschen. Meine Botschaft gilt vor allem in Mittelstand und Handwerk jenseits von Metropolen: Digitale Kompetenzen,Talente und Arbeitswelten sind zu schwach entwickelt. Hier müssen wir ran. Alle miteinander! Kleine und mittlere Unternehmen (sogenannte KMUs) dürfen sich in der Bildung nicht nur an kurzfristigen Notwendigkeiten ausrichten. Schulen und Betriebe müssen den Lernenden Innovation einimpfen, die sie dann in den Unternehmensalltag tragen. Berufsschule, Fachoberschule FOS und Berufsoberschule BOS müssen hier Speerspitzen werden – von der Roboterkoordination bis zum Online-Auftritt des Einzelhändlers. Kann Katja Sudings jüngste Pressemitteilung https://www.fdpbt.de/pressemitteilung/110845 nur dick unterstreichen. Abends mit dem Zug zurück an die Isar.

MITTWOCH ein ganzer Tag Homeoffice in München. Hurra! Auch unser blonder Labrador Sammy ist begeistert, er liebt gefüllte Papierkörbe... Wenn man zwei Tage unterwegs ist und nur abends am Schreibtisch sitzt, stapelt sich alles. Jede Menge Post, Telefonate, künftige Vorträgen im Rohzustand. Privates wie den dringend nötigen Gang zum Schuhmacher verschiebe ich schon seit Wochen. Heute Abend endlich fertig: meine Rede für die Berliner MINT-Konferenz im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie am Dienstagmittag nächste Woche. Hoffentlich kann ich mich an diesem Sitzungstag für meine Rede kurz ausklinken. 450 Teilnehmer!

DONNERSTAGvormittag diesacademicus der TU München, Vorzeige-Uni bei Forschung und Gründung. Der studentische Vertreter mahnt, völlig zu Recht, gerade an einer solchen Spitzenuniversität an: bei Qualität der Lehre nicht nachlassen! Da stimmt auch Bayerns Wissenschaftsminister a.D. Wolfgang Heubisch zu, der neben mir sitzt. Dazwischen immer wieder Blick auf mein Smartphone: Tickermeldungen vom SPD-Parteitag. Die sozialdemokratischen Propagandisten einer neuen Groko packen ihre Fundi-Folterwerkzeuge für die Arbeits- und Sozialpolitik aus. Mich graust’s! Dennoch bleibt richtig: Unsere Wähler haben der FDP ihre Stimme für eine Zukunftsagenda gegeben, nicht zur Verhinderung der SPD. Abends beim Peutinger Collegium in München. Ich spreche und diskutiere mit alten und jungen Peutingern über „Querdenken. Unbequem sein, inspirieren – Tugenden moderner Führung?“. Schon immer habe ich für einen freiheitlichen Umgang mit dem eigenen (Erwerbs-)Leben geworben. Ich zitiere einen Satz, den ich mal als Vorstand zu meinem Vorsitzenden im Konflikt sagte: „Sie suchen sich jetzt einen anderen Clown und ich mir einen anderen Zirkus.“ Publikum blass erstaunt, aber auch berührt und inspiriert. Was für #Mitarbeiter brauchen gute Unternehmen? Keine abhängig beschäftigten Ja-Sager, sondern selbstbewusste #Unternehmer eigener #Talente!

FREITAGfrüh nach FrankfurtamMain. Als Vorsitzender der Zukunftsallianz Arbeit & Gesellschaft (#ZAAG) leite ich die Vorstandssitzung. Schwerpunkte in 2018 werden wohl Arbeits- und Bildungskonzepte, um Transformation voranzutreiben beim digitalen Nachzügler Deutschland. ZAAG, Nationale MINT-Initiative, Beiratsvorsitz Hochschulallianz für den Mittelstand: das sind meine drei einzigen der bisher vielen Ehrenämter, die ich auch als Bundestagsabgeordneter behalte. Nachmittags nach München. Mit Georg Eisenreich (CSU), bayerischer Staatssekretär für Bildung und Kultus, und Christof Prechtl von der vbw – Die bayerische Wirtschaft zeichne ich 96 MINT-freundliche Schulen aus. Anschließend Empfang mit dem Schulhund vom Privatgymnasium Dr. Florian Überreiter. 70 Kilogramm schwer, das gute Tier. Jeden Morgen liegt es auf der Treppe am Schuleingang und lässt sich von hunderten Schülern streicheln. Deswegen die guten Kopfnoten.

SAMSTAGmorgen nach Ingolstadt zum Landesfachausschuss Wirtschaft der FDP Bayern. Gespräch mit unserem neuen Generalsekretär Norbert Hoffmann und lebhafte, konstruktive und kritische Diskussion über die Kommunikation nach Abbruch der Sondierungen im Bund. Unser LFA-Papier zur Landtagswahl „Lebensqualität und Innovation – Wirtschaftspolitik für vitale Regionen in Bayern“ verabschieden wir mit einer Gegenstimme. Habe maßgeblich daran mitgearbeitet, vor allem mit meinem Projekt Digitale Freiheitszonen: Bavarian Valleys als bayerische Form von Sonderwirtschaftszonen. Ich berichte dem LFA von meinen Gesprächen darüber mit verschiedenen Vertretern des Bundeswirtschaftsministeriums. Gegen 14 Uhr Aufbruch mit Britta Hundesrügge gen FDP Kreisverband Starnberg, der neben FDP Erding Kreisverband, FDP Freising, FDP Weilheim-Schongau, FDP Bad Tölz-Wolfratshausen und FDP Garmisch-Partenkirchen zu meinen Betreuungskreisverbänden in der FDP Oberbayern gehört. Ich will mich vorstellen, aus Berlin berichten und hören, was die Parteifreunde in #Starnberg bewegt.

SONNTAG in München. Vorbereitung und Vorfreude auf die Berliner Sitzungswoche. Allen einen schönen 2. Advent!

Eine Übersicht aller meiner #notiTSen aus Berlin finden Sie hier.